...alles, was man wissen sollte...

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Purmaus
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Beitragvon Purmaus » 15.03.2006 10:08

Hallo Caren,

kannst du mir das mit dem Gebärmutterhalskrebs mal genau erzählen? Wo genau soll man den herbekommen? Von fehlenden Hormonen?

Bei mir wurden jetzt auch diese scheiß HPV-Viren nachgewiesen. Naja das bedeutet nun erst mal nichts schlimmes, kann sich aber zum Krebs entwickeln. Deswegen wird jetzt vierteljährlich kontrolliert, damit man im Fall der Fälle gleich handeln kann. Mein Hormonhaushalt ist eigentlich ganz in Ordnung, bin nicht in den Wechseljahren, habe also meine Regel immer, mal mehr mal weniger pünktlich. Meine Frauenärztin meinte aber, dass ich die HPV-Viren auch so oder so hätte kriegen können. Das muß jetzt nicht heißen, dass ich die durch MH + Therapie bekommen habe.

Also Tip an alle Mädels: laßt euch auf HPV-Viren testen!! Die werden nicht automatisch bei jedem Abstrich untersucht!!!

LG Petra
MH II a,RF Bulk mediastina Diagnose 11/03
2 BEACOPP esk.+ 2 ABVD 12/03 - 03/04
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CT 04.07.2006: Restgewebe nur noch im Durchmesser 2,3 cm übrig *freu*
CT 10/2008 Restgewebe \\\\\"verkalkt\\\\\"

06/2014: Zungengrundkarzinom als Bestrahlungsfolge
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Caren
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Beitragvon Caren » 15.03.2006 11:52

[quote="Purmaus"]Hallo Caren,

kannst du mir das mit dem Gebärmutterhalskrebs mal genau erzählen? Wo genau soll man den herbekommen? Von fehlenden Hormonen?


[quote="Purmaus"]Hallo Caren,

kannst du mir das mit dem Gebärmutterhalskrebs mal genau erzählen? Wo genau soll man den herbekommen? Von fehlenden Hormonen?

Ich kann mich daran nicht mehr genau erinnern (habe schon zum Glück schon viel vergessen), will hier auch jetzt keine Märchen auftischen und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch nicht danach gefragt, wodurch Gebärmutterhalskrebs entsteht. Wollte ich auch nicht wissen, für mich kamen Hormone nicht in Frage!!!
Hier eine Theorie:
Mir wurde irgendwie erklärt, dass dadurch, das keine Schleimhäute auf den natürlichen Weg abgebaut, bzw. ausgeschieden werden, sich Krebszellen bilden können. Bei Gebärmutterhalskrebs können sich Krebszellen an den Schleimhäuten des Gebärmutterhalses, bzw. Gebärmuttermund durch Viren bilden (durch die Viren, die sie bei dir gefunden haben?). Aber ich habe ja gar keine, bzw. durch die Sterilität kaum noch Schleimhäute. Die Probleme mit den Schleimhäuten im Mund hatte ich während der Transplantation auch im vaginalen Bereicht (es kam blutiger Schleim heraus, die Schleimhaut wurde ausgeschieden). Dadurch, das ich keine Hormone mehr habe, baut sich die Schleimhaut nicht mehr auf und wird daher ja auch am Monatsende nicht mehr ausgeschieden. Ich muß nun die Scheide mit Vaginalcreme 'geschmeidig' machen, damit bei mir überhaupt noch ein Abstrich ohne Schmerzen gemacht werden kann. Mein Muttermund zieht sich immer mehr zurück. So, wie andere nun Probleme im Mund mit ihren Zähnen, bzw. mit ihrem Zahnfleisch haben, kann ich mir vorstellen, dass sich evtl. leichter Viren dort absetzten können. Wenn ich ehrlich bin, habe ich aber wirklich keine Ahnung. Ist nur ein Erklärungsversuch, okay?
Gruß Caren

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Purmaus
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Beitragvon Purmaus » 15.03.2006 11:59

Hallo Caren,
ja das sind wohl die Viren, die ich mir eingesammelt habe. Aber ich denke auch, einen wirklichen Zusammenhang gibt es da gar nicht. Außerdem wäre der Krebs dann zu fast 100 % heilbar. Na was wollen wir mehr. Sofern ich die Sache mal von ihrer positiven Seite sehe, gibt es noch zig andere Krebsarten, die wir uns durch die Chemos und Bestrahlungen eingefangen könnten oder noch einfangen werden in 10 bis 15 Jahren. Und da wären wir ja mit dem Mist noch ganz gut bedient. LG Petra
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Caren
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Beitragvon Caren » 15.03.2006 13:38

Genau, was soll man sich einen Kopp machen, was kommt, das kommt.
Gruß und alles Gute Caren

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Beitragvon DeargDue » 16.03.2006 07:27

Judith hat geschrieben:HIER könnt Ihr nachlesen wie die Knochendichte gemessen wird.


hihi :lol: wieder was gelernt - danke :daumen:

und was den Alkoholschmerz von D. angeht... ich dachte das hier wird ein "Vor/Während/Nach-derTherapie"-Thread um Tipps zu sammeln. Und das mit dem Alkoholschmerz ist mir persönlich ja auch bekannt (den meisten wahrscheinlich auch) gehört aber dann doch eher zu den Symptomen. Oder ist das egal? :keineAhnung:
Hogwarts-Schule
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Caren
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Re: ...alles was man wissen sollte...

Beitragvon Caren » 16.03.2006 12:03

Ich habe eine Frage zur Knochendichtemessung:
warum vor der Chemo?
Ich bekam die Messung nach Transplantation, und meiner Meinung nach gibt es einen Wert 100, der entspricht der Norm, und liegt man dann darunter, ist die Knochendichte nicht okay! Also warum die Messung davor???? Macht das Sinn? Muß man die nicht selber bezahlen, was kein Hindernis bedeuten soll, aber nur, wenn es auch Sinn macht. Also, wer klärt mich auf?
Gruß Caren

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Boa
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Beitragvon Boa » 16.03.2006 12:45

Auch wichtig:

nach der Chemo die Schilddrüse regelmäßig untersuchen lassen.

[/b]
April 2005_MH 2B-8xBeacopp, 17 Bestrahlungen. 1.+2.+3.+4.+5.+6. NU(Juni 08) - TUTTO PERFETTO

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Krümel
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Re: ...alles was man wissen sollte...

Beitragvon Krümel » 16.03.2006 13:00

Caren hat geschrieben:Ich habe eine Frage zur Knochendichtemessung:
warum vor der Chemo?
Ich bekam die Messung nach Transplantation, und meiner Meinung nach gibt es einen Wert 100, der entspricht der Norm, und liegt man dann darunter, ist die Knochendichte nicht okay! Also warum die Messung davor???? Macht das Sinn? Muß man die nicht selber bezahlen, was kein Hindernis bedeuten soll, aber nur, wenn es auch Sinn macht. Also, wer klärt mich auf?
Gruß Caren



ich denke mal das liegt daran das wir kortison dazubekommen, und da kortison nun mal die knochen kaputt machen kann (siehe chefkoch, und auch osteoporose) ist es denk ich mal ein vorteil zu wissen in wie weit die threapie die knochen nun geschädigt hat etc, und wenn die vorher schon angegriffen waren, kann man mit sicherheit irgendwas bekommen was es nicht noch schlimmer macht oder so!
ich hab es einfach mit mir damals machen lassen hat ja nicht weh getan!
mittleriwele quitschen und knacken meine gelenke saumässig, vorallendingen die ellenbogen :wink2:

vlt hat es deine frage beantwortet @ caren, so genau weiss ich darüber ja nu auch nicht bescheid, und bin auch ehrlich gesagt zu faul jetzt n arzut zu holen der mir das von vorne bis hinten erklärt :wink2:

LG
carina

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Judith
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Beitragvon Judith » 16.03.2006 16:30

Das ist mir neu, dass eine Knochendichtemessung zum Staging gehört :roll: standardmäßig jedenfalls nicht, nur die Knochenszinti wegen des Knochenbefalls.

Danach hab ich auch keine gemacht gekriegt - muss den Hausarzt mal fragen.

LG, Judith
MH IIIA, nod.skler., HD15-Studie: 8xBEACOPP-14 von 5-9/04; 10/05 alte Stellen wieder aktiv, 22 Bestrahlungen 2/06, dann alles OK; seit 1992 kutanes T-Zell-Lymphom; 4/06 LK an neuer Stelle, 7-10/06 HD mit autologer Stammzelltransplantation SO FING'S AN und SO GING'S WEITER

Krümel
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Beitragvon Krümel » 16.03.2006 16:37

ich weiss ja nicht wie es bei anderen war, bei mir ham die das gemacht, vlt weil es 2 osteoporosefälle in der familie bei mir gibt? :keineAhnung: ich dachte das ist standart so ne knochendichtemessung

naj bei mir is aber alles noch im rahmen :D

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Evilution
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Beitragvon Evilution » 16.03.2006 18:41

Für unsere Kontaklinsen träger.

Bei verabreichung von Kortison/Prednison etc. sollte man Kontaklinsen meiden wegen Infektionsgefahr.

(ich hasse diese Brille)

:evil:

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Beitragvon bonny0404 » 16.03.2006 22:06

ne krümel das kann nicht der grund für die knochendichte-messung gewesen sein.
Bin ja auch erblich vorbelastet und ich durfte alles schön selbst bezahlen.
Kostet übrigens 43.-EUR.

Mein t-score-wert der knochendichte ist von (1998) -2,5 auf jetzt -3,5 gesunken und wird nun mit medikamenten behandelt.
man muss die Welt nicht verstehen,man muss nur in ihr zurecht kommen!

Diagnose: Dez.2003
NHL Stadium III-IV,
3 Monate stationäre Behandlung
Therap.:Hochd.Chemo+2x autol.SZT+36 gy mehr über mich
letzte NS 09/2010 alles i.O. Bild

Krümel
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Beitragvon Krümel » 16.03.2006 22:08

nicht der grund? dann hab ich mal wieder schweineglück, jedenfalls in der hinsicht

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Judith
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Beitragvon Judith » 17.03.2006 08:22

Das ist zwar nichts Neues, trotzdem, ein Auszug aus den Aerzte Zeitung-Newsletters:

Tips für Krebskranke, Infekte abzuwehren

Sinkt bei Krebskranken die Zahl der neutrophilen Granulozyten unter 500 pro µl Blut, können sonst harmlose Keime schwere Infekte verursachen.

Bei der Beratung von Krebskranken darf daher der Hinweis nicht fehlen, daß sie bereits bei geringsten Zeichen einer Infektion zum Arzt gehen sollten. Vorsicht ist auch geboten bei bestimmten Lebensmitteln. So siedeln sich in unbehandeltem Getreide schnell Schimmelpilze an, in Produkten aus unpasteurisierter Milch oft Listerien.

Ferner sollten die Patienten den Kontakt mit Personen meiden, die übertragbare Krankheiten wie grippale Infekte oder Zoster haben. Wer gern im Garten arbeitet, sollte seine Hände vor Verletzungen, etwa durch Rosendornen, schützen und sich von der Biotonne fernhalten.

Krümel
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Beitragvon Krümel » 17.03.2006 12:00

apropo infekte
hab hir so n zettel mit einigen richtwerten. von der Beurteilung der WHO-Toxizität! hab ich hier vom KH und von dem Bremer KH bekommen. das wichtigste hab ich hier mal aufgeschrieben

Leukozyten (1000/µl) Infektionsgefahr...
Grad 0 > 4,0 keine
Grad 1 3.0 – 3.9 leichte
Grad 2 2.0 – 2.9 mässig
Grad 3 1.0 – 1.9 schwere
Grad 4 < 1.0 mit Hypotonie

Granulozyten (1000/µl)
Grad 0 > 2,0
Grad 1 1.5 – 1.9
Grad 2 1.0 – 1.4
Grad 3 0.5 – 0.9
grad 4 < 0.5

Hämoglobin
Grad 0 11.0
Grad 1 9.5 – 10.9
Grad 2 8.0 – 9.4
Grad 3 6.5 – 7.9
Grad 4 < 6.5

Thrombos
Grad 0 > 100
Grad 1 75 – 99
Grad 2 50 – 74
Grad 3 25 – 49
Grad 4 < 25

Blutung
Grad 0 keine
Grad 1 leichte
grad 2 mässige
Grad 3 schwer
Grad 4 sehr stark

Grad 0 = keine; Grad 1 = gering; Grad 2 = mässig; Grad 3 = ausgeprägt;
Grad 4 = lebensbedrohlich.



:laerm: sag mal axel wieso kann man nicht soviele leerzeichen machen wie man will? das sieht so voll doof aus *hmpf* kann man das irgendwie ändern? punkte setzten will ich auch nicht als abstand... sieht auch bescheiden aus :?


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