Verfrühte Wechseljahre

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Oxmox84
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Verfrühte Wechseljahre

Beitragvon Oxmox84 » 11.02.2022 09:22

Hallo,
Ich habe mal eine Frage an alle die zu früh in die Wechseljahre gekommen sind. Meine Chemo ist jetzt schon 3 Jahre her und seit ca. 8 Monaten habe ich keine Periode mehr bekommen. Ich habe Anfangs gedacht das würde mit meinem Stress und den Depressionen zu tun haben aber wie sich jetzt durch eine Blutuntersuchungen rausgestellt hat, bin ich wohl in den Wechseljahren :cry: Mein Östradiol (E2) ist bei <5ng/l. Ich bin 37 Jahre alt und mein Kinderwunsch ist Gott sei Dank mit meinen 3 Kindern schon abgeschlossen. Zu mal mein Mann vor ein paar Monaten eine Vasektomie hat vor nehmen lassen, damit wollte er mir die Pille ersparen und mit dem Kondom gab es öfters mal Probleme... das hätten wir uns wohl sparen können :banghead:
Meine Frauenärztin hat mir jetzt das Hormonpflaster Fem7 Conti aufgeschrieben, wegen der Osteoporose Gefahr. Da meine Knochendichtemessung vor ca. 2 Jahren auch schon nicht so gut ausgefallen ist habe ich natürlich Angst davor. Ich will aber eigentlich auch keine Hormone nehmen wegen dem Krebs Risiko was oft mit solchen Medikamenten in Verbindung gebracht wird. Durch die Chemo habe ich auch eine Herzschwäche bekommen. Wechseljahrsbeschwerden habe ich keine.
Wie macht ihr das, nehmt ihr Hormone? Was haben eure Ärzte gesagt? Kann man nicht einfach ein Medikament gegen Osteoporose nehmen? Ich will mich auch noch mal von meinem Onkologen und meinem Hausarzt beraten lassen.
Dezember 2018 Diagnose Hodgkin-Lymphom (noduläre-sklerosierend) Stad. IIA mit Risikofaktor (>3 befallene LK Areale)
2 Zyklen BEACOPP esk.
2 Zyklen ABVD
15 Bestrahlungen mit 30 Gy

Mondfrau75
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Re: Verfrühte Wechseljahre

Beitragvon Mondfrau75 » 14.03.2022 12:26

Hallo,

ich hatte mit 39 Hodgkin und mit der Chemo hatte es sich dann auch mit meiner Periode erledigt.

Danach hatte ich ca. 2 1/2 Jahre mit Hitzewallungen zu tun und vielleicht noch 3x Zwischenblutungen gehabt. 1x meinte meine Gynäkologin, dass sich da wieder was tun könnte, war aber anscheinend nur ein kurzes Aufbäumen. Es kam nichts mehr.

Meine Knochendichte ist solala, Osteoporose liegt aber auch in der Familie. Und natürlich habe ich mir da Gedanken drüber gemacht. Die Gynäkologin meinte 1x ich solle mir wegen Hormonen Gedanken machen. Daraufhin habe ich mich eingelesen. Und ich muss sagen, dass ich das nicht will. Der Radiologe, der die Knochendichtemessung gemacht hat, hat mich ganz gut beraten und meinte, ich solle mich viel bewegen. sanfter Ausdauersport regt die Knochenbildung an. Ich gucke, dass ich so oft wie möglich ins Nordic Walken gehe, das wäre eine optimale Sportart für sowas, meinte er.

Heuer soll ich wieder zur Knochendichte-Messung um zu gucken, ob sich zum Stand von vor 2 Jahren was getan hat, bzw. es sich verschlechtert hat. Es gibt wohl auch Medikamente. Sogenannte Biphosphonate. Die Behandlung damit scheint aber auch nicht so ganz ohne zu sein. Aber man könne was tun. Und Vitamin D hochdosiert soll ich nehmen. Ich nehme das ganze Jahr über 20.000 i. E. 1x wöchentlich. Der Radiologe hat mir sogar zu alle 5 Tage geraten, das wäre wohl die Maximaldosis. Da hatte ich aber irgendwie das Gefühl, das wäre zu viel. Mir gehts mir 1x wöchentlich besser. Den Calcium-Haushalt soll mal auch im Auge behalten und wenn nötig aufbessern. Da hab ich aber keine Probleme damit, da ich viele Milchprodukte zu mir nehme und mein Calciumwert immer bestens ist.

Eine Kollegin von mir, die hormonabhängigen Brustkrebs hatte, und da sehr belastet ist, hat 3 Infusionen mit einem Biphosphonat bekommen. Ihr ging es wohl danach immer 3 Tage nicht besonders gut. Der eine Onkologe wollte die Behandlung nach einiger Zeit wiederholen, der andere meinte, sie soll es lassen. Sie hat sich fürs lassen entschieden. Warum jetzt genau, weiß ich auch nicht.

LG
Cati
Juni 2015 Morbus Hodgkin III-IV b (leichter Nachtschweiß/Gewichtsverlust), unklarer Milzbefall,
1xBEACOPP esk.
1xBEACOPP Stufe 3
4xBEACOPP Basis
6. Okt. 15 letzte Chemo
16. Okt. 15 PET-CT -->leichtes Leuchten des Skeletts und der Milz, laut Nuklearmediziner PET zu früh gemacht das Leuchten kommt vom Lonquex - Komplett-Remission/keine Bestrahlung notwendig
Anfang Nov. 2015 Zweitmeinung, Schmerzen in der Milzgegend, ebenfalls -->alles gut, Ultrasschall --> alles gut
Jan.16 - REHA Bad Elster
bisher alle NU gut, jetzt nur noch jährlich

Jules0905
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Re: Verfrühte Wechseljahre

Beitragvon Jules0905 » 27.03.2022 22:23

Hey hey,

ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher ob ich mich jetzt evtl mit fast 35 Jahren in den Wechseljahren befinde oder nicht.
Seit ein paar Tagen wird mir immer mal wieder warm sowohl im Gesicht als auch im Körper. Das erinnert mich an die Zeit, als ich in die künstlichen Wechseljahre gekommen bin. Meine letzte Regelblutung hatte ich allerdings erst noch vor kurzem… wie ist/war das bei euch?!
Auch nachts ist mir immer mal wieder recht warm. Am meistens merke ich es wirklich im Gesicht…. Im Mai habe ich auch wieder einen Termin bei meiner Frauenärztin, aber irgendwie möchte man ja wissen warum dass momentan wieder so ist

Und bzgl Knochendichtemessung; wurde das bei euch wegen der Chemo gemacht?!

Lg
Stadium II b mit RF ED -> 6 x BEACOPP esk.
1. Zyklus: 25.10.2016 - 02.11.2016
2. Zyklus: 15.11.2016 - 22.11.2016
3. Zyklus: 06.12.2016 - 13.12.2016
4. Zyklus: 27.12.2016 - 03.01.2016
5. Zyklus: 17.01.2017 - 24.01.2017
6. Zyklus: 07.02.2017 - 14.02.2017
10.03.2017: PET-CT->erste Befundbesprechung: keine leuchtenden Krebszellen gefunden :carrot:

Begutachtung der Befunde durch die Studienzentrale in Köln->Remission :0010:
AHB in Bad Oexen

1. - 10. NU geschafft :0010: :b020: :10: :b020: :)
->alles i.O.

17.03.19 Geburt unserer Tochter :wub:
03.11.20 Geburt unserer 2. Tochter :0010:

https://www.krebshilfe.de/informieren/u ... eschichte/

Mondfrau75
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Registriert: 30.03.2016 10:49

Re: Verfrühte Wechseljahre

Beitragvon Mondfrau75 » 28.03.2022 10:56

Hallo Jules,

ich kann dir nur von meinen Hitzewallungen erzählen. Bei mir kam das immer ganz plötzlich, aus dem Nichts. Stieg vom Brustkorb aus nach oben Richtung Kopf. Dauerte so 5 Minuten, dann war der Spuk wieder vorbei. Vorzugsweise auch nachts. Da wachte ich dann auf und hatte das Gefühl ganz schnell aus dem Kissen raus zu müssen, weil mein Kopf am Glühen war. Ich brauchte dann dringend nen kühlen Schluck Wasser, musste mich an die Bettkante setzen, meist bin ich, nachdem ich eh schon auf war, gleich mal mit auf die Toilette. Der kühle Fliesenboden an den Füßen tat dann auch schon mal richtig gut. Und dann konnte ich wieder ins Bett, weiterschlafen. Bis zur nächsten Wallung. Teilweise hatte ich da überhaupt keine guten Nächte und war dann auch morgens nicht ausgeschlafen.

Eine Knochendichtemessung wurde mir von meiner Hausärztin eben wegen der verfrühten Wechseljahre empfohlen und wegen meiner Familiengeschichte. Meine Großmutter hatte sehr mit Osteoporose zu kämpfen, die hatte aber auch mit Anfang 40 Gebärmutterhalskrebs und wurde damals ziemlich stark bestrahlt. Bei der hatte sich das mit den Hormonen dann auch erledigt. Meine Tante (Schwester meiner Mutter) hat auch Probleme mit den Knochen, aber bei der war die Geschichte mit den Wechseljahren ganz normal. Meine Mutter hat das Alter um den Wechsel leider nicht erreicht, die ist schon mit Ende 30 an Lungenkrebs verstorben.

Die Knochendichtemessung wird normalerweise nicht von den Krankenkassen bezahlt. Ist eine IGEL-Leistung. Ich glaube, ich habe was um die 30 oder 40 Euro zahlen müssen. Ich fand das aber ganz sinnvoll, da man dann mal weiß, woran man ist.

LG Cati
Juni 2015 Morbus Hodgkin III-IV b (leichter Nachtschweiß/Gewichtsverlust), unklarer Milzbefall,
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6. Okt. 15 letzte Chemo
16. Okt. 15 PET-CT -->leichtes Leuchten des Skeletts und der Milz, laut Nuklearmediziner PET zu früh gemacht das Leuchten kommt vom Lonquex - Komplett-Remission/keine Bestrahlung notwendig
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Jules0905
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Re: Verfrühte Wechseljahre

Beitragvon Jules0905 » 28.03.2022 13:04

Hey Cati,

vielen lieben Dank für deine Antwort.

Steuern kann ich das ehrlich gesagt auch nicht, es kommt urplötzlich und ich merke das mir warm wird aber nicht nur im Gesicht sondern überall. Nachts merke ich es auch und kann mich dann auch aufdecken. Und es erinnert mich halt auch wirklich stark an meine künstlichen Wechseljahre während der Chemotherapie. Ich habe auch das Gefühl dass es mehr wird und öfter kommt... Aber das mich das jetzt evtl. doch schon so früh ereilt habe ich auch nicht mit gerechnet....

Oh ok, ja dann muss ich das bei mir auch mal untersuchen lassen, weil meine Oma auch Osteoporose hatte.

LG

Julia
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1. Zyklus: 25.10.2016 - 02.11.2016
2. Zyklus: 15.11.2016 - 22.11.2016
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4. Zyklus: 27.12.2016 - 03.01.2016
5. Zyklus: 17.01.2017 - 24.01.2017
6. Zyklus: 07.02.2017 - 14.02.2017
10.03.2017: PET-CT->erste Befundbesprechung: keine leuchtenden Krebszellen gefunden :carrot:

Begutachtung der Befunde durch die Studienzentrale in Köln->Remission :0010:
AHB in Bad Oexen

1. - 10. NU geschafft :0010: :b020: :10: :b020: :)
->alles i.O.

17.03.19 Geburt unserer Tochter :wub:
03.11.20 Geburt unserer 2. Tochter :0010:

https://www.krebshilfe.de/informieren/u ... eschichte/


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