Nach Ende der Therapie - wie gehts weiter?

Forum für alles, was in irgendeiner Weise mit Morbus Hodgkin zu tun hat. Dieses Forum soll in erster Linie aktuell Betroffenen helfen.

Für alles andere steht das "Plauder Forum" bereit.
Sinni
Beiträge: 1
Registriert: 08.02.2020 19:50

Nach Ende der Therapie - wie gehts weiter?

Beitragvon Sinni » 12.02.2020 12:05

Hallo zusammen,
ich habe schon ein paar Threads mit hilfreichen Informationen hier im Forum gelesen, habe nun aber ein paar Fragen und hoffe auf weitere Erfahrungsberichte von euch. :)

Zunächst kurz zu meiner Situation: Ich bin 29, w, und im Dezember wurde bei mir MH im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert und ich befinde mich gerade im 3.Zyklus der CHemo (Beacopp esk.). Da das PET-CT nach dem 2.Zyklus gut aussah, habe ich sehr große Hoffnungen, dass ich es nach dem 4.Zyklus geschafft habe!! Jetzt mache ich mir natürlich schon Gedanken darüber, wie es nach dem Ende der Chemo dann weitergehen wird. Meine Fragen:

- Ist eine Anschlussheilbehandlung empfehlenswert/ wird sie von den meisten Ärzten empfohlen/ was sind die Vorteile und was sind Alternativen? Wie lange geht die AHB?
Ich fühle mich psyschich recht stabil und vertrage die Chemo (bis auf die übliche Schlappheit und teilweise etwas Übelkeit) recht gut.

- Wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr euch wieder wirklich fit gefühlt habt, arbeiten gehen konntet, und Sport machen konntet?
Ich war immer sehr sportlich, fühle mich aber momentan noch während der Therapie so schlapp, dass an Sport nicht zu denken ist. Mir ist aber wichtig, schnell wieder fit zu werden. Bzgl. Wiedereintstieg in den Beruf: Ich liebe meinen Job (Grundschullehrerin) und denke, dass der (schnelle) Wiedereintstieg in den Beruf mir vor allem psyschich sehr gut tun würde, finde es aber schwer einzuschätzen, wie sehr einen die Arbeit nach der Chemo erschöpfen wird...

- Und noch eine Frage an die Frauen: Wie lange hat es bei euch gedauert, bis die Menstruation wieder einsetzt? (Ich habe auch noch einen großen Kinderwunsch...)

Ich würde mich sehr freuen, über eure Erfahrungen zu lesen! :)

Doninha
Beiträge: 46
Registriert: 27.09.2013 11:48

Re: Nach Ende der Therapie - wie gehts weiter?

Beitragvon Doninha » 14.02.2020 14:19

Hi

ich würde eine AHB auf jeden Fall empfehlen - physisch und psychisch.
So wie du hatte ich glücklicherweise wenige Nabenwirkungen und fühlte mich eigentlich fit und breit wieder ganz normal weiter zu leben/arbeiten.
In der AHB habe ich gemerkt, dass es doch nicht so war und da habe ich einige Gänge runtergeschaltet. Der Kopf braucht einige Zeit um zu begreifen, dass man nach so eine Therapie nicht mehr so leistungsfähig ist und der Körper und Geist mehr Ruhepausen brauchen.

Wann man sich wieder zu 100% fit fühlt, ist immer unterschiedlich.
Vor allem muss man es langsam angehen lassen. Ich bin zuerst mit 100% eingestiegen weil ich mich gut fühlte (kein so stressigen Job wie du!) und musste nach 1,5 Monate wieder reduzieren (mein Hirn fühlte sich an wie Brei) und habe dann eine Wiedereingliederung gemacht.

Und zum Thema Menstruation: bei mir war es nach 5 Monate soweit, die Hormone haben aber etwas länger gebraucht bis sie sich normalisiert haben. Ich war aber bei Therapieende alle 3 Monate zur Kontrolle beim Gyn.
30.08.13 -> Hodgkin Befund - MH 2a mit RF - HD 17
18.09.13 -> 2x BEACOPP -> drin
30.10.13 -> 2x ABVD -> drin
07.01.14 -> PET-CT nix leuchtet !!!!!
Antwort aus Köln : HD 17 Studienstrang A
04.02.14 -> Bestrahlungsbeginn mit Zwangspause inkl. 14 Tage Krankenhaus. Rosenmontag war alles dann fertig.
03.2014 -> AHB auf Föhr
05.2014 -> Port raus, endlich!

1. NU -> alles Super
2. NU -> PET-CT schön dunkel ->"Sie sind gesund" (o.Ton Onkologe) \o/
3. + 4 NU -> alles Super
5. NU -> verschiebt sich wegen ET \o/ Kind kam gesund und munter zur Welt
6. - 9. NU -> alles ok


Zurück zu „Morbus Hodgkin“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 10 Gäste