Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

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Morris
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Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Morris » 13.12.2018 08:40

Guten Morgen an alle,

ich bin gerade am Ende meines dritten Zyklus und habe mich schon auf die kommenden Tage gefreut. Nachdem ich immer ein bisschen mit niedrigen Leukos zu kämpfen hatte, wollte ich nun endlich was unternehmen. Jetzt hab ich ein ganz anderes Problem:
Mein (Ruhe-)Puls ist wirklich hoch und in meinem Kopf so laut, dass ich kaum einschlafen kann. Bei jeder kleinen Bewegung steigt mir „der Puls in den Kopf“. Dazu kommt noch, dass mein ganzer Körper extrem empfindlich gegenüber Berührungen ist, jede Stelle fühlt sich an als wäre dort ein „blauer Fleck“. Auch die Körpertemperatur steigt. Meine Blutwerte sind nicht gut, ich vermute mal das hängt damit zusammen? Kann ich selbst irgendwas dagegen machen, außer warten?

In meinem letzten Zyklus hatte ich diese Symptome auch schon, allerdings habe ich dort gedacht ich hätte mir was Kleines eingefangen oder es sei einfach die Nebenwirkung „grippeähnliche Symptome“. Letztes Mal habe ich zu dem Zeitpunkt auch keine Blutkontrolle machen lassen, weil ich eben gar nicht wirklich in der Lage war dahin zu gehen...

Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? Ich würde so gerne die freien Tage angemessen nutzen können, bevor es weitergeht.

Viele Grüße,
Morris
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DieJule
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon DieJule » 13.12.2018 09:11

Hey,

das klingt für mich so als wäre fast eine Bluttransfusion für dich notwendig?
Ich selbst hatte das zwar nicht, habe es aber bei einigen anderen Patienten gesehen das sie eine bekommen hatten wenn sie allzu schlechte Werte hatten, danach fühlten sie sich wie neugeboren.
Am Ende kann es nur dein Arzt entscheiden, also vielleicht mal ansprechen.

Alles Guten!
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dass du liebst, als hätte dich nie jemand verletzt,
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dass du singst, als würdest du die Welt um dich herum vergessen,
dass du lebst, als wäre das Paradies auf erden.

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Morris
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Morris » 13.12.2018 12:09

Hey,

danke für die schnelle Antwort. Ich habe nun meine Blutergebnisse von heute vor mir liegen und was soll ich sagen... Im Vergleich ist alles angestiegen, zwar noch nicht im Normalbereich, aber besser als am Montag. Dementsprechend sollte es mir doch eigentlich besser gehen als Montag und nicht schlechter. Der HB ist immer noch niedrig, aber ebenfalls ansteigend.

Was stark angestiegen ist sind die Leukos, von 2.900 am Montag auf 51.000. Das würde ich jetzt mal der Neulasta Spritze zuordnen, allerdings weiß ich nicht wie weit sie in den anderen Zyklen gestiegen sind, da die heutige Blutkontrolle ja außerplanmäßig war. Können meine Beschwerden auch von zu hohen Leukos kommen? Erst zu niedrig, nun so hoch, der Körper macht auch was er will :D

Ich sitze gerade bei meiner Onkologin im Wartebereich, mal schauen was die mir sagt...

Viele Grüße
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Jules0905
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Jules0905 » 13.12.2018 15:10

Hey Morris,

also das mit der Berührung kenne ich auch, das kam bei mir auch von der Neulasta-Spritze. Mir tat ebenfalls alles weh und Berührungen konnte ich auch absolut gar nicht haben.
Das mit dem Puls hatte ich jedoch nicht. Wie niedrig ist denn dein HB-Wert? Ich habe ebenfalls 2 x eine Bluttransfusion bekommen, weil der Wert so niedrig war und ich relativ schlapp. Das mir der Puls in den Kopf gestiegen ist hatte ich nicht... Nach der Bluttransfusion hätte ich auch wieder Bäume ausreißen können!!!

Alles Gute weiterhin!

LG
Julia
Stadium II b mit RF ED -> 6 x BEACOPP esk.
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4. Zyklus: 27.12.2016 - 03.01.2016
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6. Zyklus: 07.02.2017 - 14.02.2017
10.03.2017: PET-CT->erste Befundbesprechung: keine leuchtenden Krebszellen gefunden :carrot:

Begutachtung der Befunde durch die Studienzentrale in Köln->Remission :0010:

4 Wochen AHB in Bad Oexen

1. - 7. NU geschafft :0010: :b020: :10: :b020: :)
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Morris
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Morris » 13.12.2018 16:41

Hey Julia,

danke für deine Antwort. Das ist gut zu wissen, dann wird das daher kommen. Meine Onkologin konnte mir nicht helfen, sie meint vielleicht habe ich einen Infekt, vielleicht aber auch nicht... Das kann ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen, da ich es im letzten Zyklus genauso schonmal hatte, zweimal ein Infekt der gleich abläuft, auf den Tag oder die Stunde genau, das wird es wohl kaum sein...
Mein HB liegt bei 8,9 g/dl. Das ist niedrig, ABER am Montag war er bei 8,3 und mir ging es bedeutend besser. Alle anderen Werte sind in die richtige Richtung gestiegen, ich wüsste also auch nicht dass es an Thrombos, Erythrozyten oder sonst irgendwas liegen kann... Nur die Leukos sind dank Neulasta nun ja sehr hoch, das ist irgendwie für mich der einzig plausible Grund, wenn er es denn ist. Ansonsten konnte mir in der Onkologie keiner helfen...

Viele Grüße,
Maurice
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Jules0905
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Jules0905 » 13.12.2018 17:38

Also ich habe gerade meine Blutwerte durchgeguckt, der niedrigste Stand den ich hatte war 7,9 und einmal 8,0 und ich meine das waren die Werte, bei denen ich dann eine Transfusion bekommen habe...Also evtl. liegt es wirklich auch an deinem niedrigen HB-Wert... :think2: Ich war aber nur schlapp und hatte die von dir genannten Symptome nicht...
Hast du deine Onkologie denn mal nach einer Bluttransfusion gefragt?

Morris
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Morris » 13.12.2018 21:08

Hey,

nein, ich habe nicht gefragt... Mein HB ist ja auch ein bisschen gestiegen, deshalb kann ich mir das nicht erklären. Die Symptome sind ja wie bei einer Anämie (Berührungsempfindlichkeit kommt ja dann wohl von der Neulasta), aber die Körpertemperatur erklärt sich mir nicht. Höchstens, dass mein Körper sich durch die Anstrengung aufwärmt. Mein Ruhepuls ist bei 100. Ich frage mich noch ob es von alleine besser wird, oder ob ich wirklich Blut brauche. Wie war das bei euch? Und habt ihr irgendwelche Nebenwirkungen vom Blut gemerkt? Mir soll es ja besser gehen, nicht noch schlechter :)

Schönen Abend,
Maurice
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon DARO » 13.12.2018 21:27

Hey,

das mit dem Pochen hatte ich auch während und nach der Chemo. Selbst wenn ich teilweise nur ne kleine Treppe hoch bin hatte ich starkes Pochen im Halsbereich, mein HB Wert hat sich während der Chemo relativ gut gehalten und ging nur bis ca 11-11,5 runter. Mit den Leukozyten hatte und habe ich da deutlich mehr Probleme, die waren noch lange nach der Chemo deutlich zu tief und erholen sich jetzt langsam (3,4 zuletzt Ende November, Ende Oktober war der Wert noch 2,9)

Hatte meinem Onkologen das auch immer wieder gesagt mit dem Pochen und er meinte das es durchaus normal sei und nach Ende der Chemo wieder besser werden sollte und das tat es auch, auch wenn es ein paar Wochen gedauert hat.

LG
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Morris » 14.12.2018 09:00

Guten Morgen,

gestern Abend ging wurde es noch schlimmer, meine Temperatur stieg auf 38,3° (da ist sie jetzt immer noch) und ich musste mich im Krankenhaus melden. Es ist aber „keine Gefahr“, da meine Leukos eben sehr hoch sind und wohl kein bakterieller Infekt vorliegt.
Ansonsten geht es mir wie gehabt, hoher Ruhepuls, Kopfschmerzen, bloß nicht bewegen. Ich kann wenn ich möchte mich heute nochmal in der Onkologie vorstellen (wieder warten, juhu) und über Blut nachdenken. Ich weiß aber nicht, ob das meine Probleme löst denn auch das Fieber muss ja irgendwo herkommen...

Viele Grüße,
Maurice
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Morris » 14.12.2018 11:59

Update: Mir geht es noch nicht komplett gut, aber zumindest bin ich auf dem Weg der Besserung. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. Meine Temperatur ist noch erhöht, aber zumindest das Fieber ist weg. Auch pocht mir der Kopf nicht mehr in der Intensität. Es lag wohl wirklich nicht am HB-Wert, ich habe mittlerweile die Neulasta Spritze im Verdacht.

Danke an alle und ein schönes Wochenende! :daumen:
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon DARO » 14.12.2018 12:31

Morris hat geschrieben:Update: Mir geht es noch nicht komplett gut, aber zumindest bin ich auf dem Weg der Besserung. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. Meine Temperatur ist noch erhöht, aber zumindest das Fieber ist weg. Auch pocht mir der Kopf nicht mehr in der Intensität. Es lag wohl wirklich nicht am HB-Wert, ich habe mittlerweile die Neulasta Spritze im Verdacht.

Danke an alle und ein schönes Wochenende! :daumen:


Hatte ich damals auch in Verdacht das es evtl. an den Spritzen liegt. Jedenfalls dachte ich zu der Zeit ich könnte nie wieder Sport machen oder mich aktiv betätigen da mein Hals/Kopf so gepocht hat als würde gleich etwas platzen. Und jetzt bin ich im Sport fast wieder auf meinem alten Level von vor der Therapie, gehe wieder 4x die Woche Krafttraining machen ohne Probleme und OHNE pochen.

Alles Gute, gib deinem Körper etwas Zeit dann wird das sicher wieder ganz aufhören.

LG
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Blechmeister » 14.12.2018 13:28

Ich hatte nach Beendigung der Therapie etwa 2-3 Wochen lang pochen in der halsschlagader. Das ging zum Glück von alleine weg.

Man hat viele viele wehwechen während und nach der Chemo. Nur wenn sie schlimmer werden sollte man das im Auge behalten Bzw. Den Arzt ansprechen. Ich hatte gefühlt bei jeder Besprechung beim Arzt neue kleine Symptome :roll:

LG
Patrick
Befund: MH - Nodulär-sklerosierender Typ / Stadium 3a /cervikal beidseitig - supraklavikulär beidseitig - infrakulär beidseitig - oberes & unteres Mediastinum - Leberhilus - Milz, mit RF
Anamnese: 25 Jahre (m), Blutwerte unauffällig - CRP min.erhöht, EBV-Virus positiv
Therapie: BEACOPPesk-Schema, nach: https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT ... +18&rank=1
1. Zyklus: 11.07.18 2. Zyklus: 01.08.18
Zwischenstaging: PET negativ- 4 Zyklen -vgl. Arm D (HD18)
SUVmax. Mediastinum: 3.1 (DS 3) < SUVmax.Leber: 3.4, ansonsten (DS1)
3. Zyklus: 22.08.18 4. Zyklus: 11.09.18
Endstaging: 24.10.2018 -- PET-CT negativ, keine Traceraufnahme (DS 1), keine Bestrahlung
07.11.2018 -- schwerer Verkehrsunfall - offene MFK

Jules0905
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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Jules0905 » 14.12.2018 18:44

Morris hat geschrieben:Hey,

nein, ich habe nicht gefragt... Mein HB ist ja auch ein bisschen gestiegen, deshalb kann ich mir das nicht erklären. Die Symptome sind ja wie bei einer Anämie (Berührungsempfindlichkeit kommt ja dann wohl von der Neulasta), aber die Körpertemperatur erklärt sich mir nicht. Höchstens, dass mein Körper sich durch die Anstrengung aufwärmt. Mein Ruhepuls ist bei 100. Ich frage mich noch ob es von alleine besser wird, oder ob ich wirklich Blut brauche. Wie war das bei euch? Und habt ihr irgendwelche Nebenwirkungen vom Blut gemerkt? Mir soll es ja besser gehen, nicht noch schlechter :)

Schönen Abend,
Maurice



Hey,

also ich hatte keine Nebenwirkungen von der Bluttransfusion, mir ging es danach deutlich besser....!

LG

Julia

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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon barbatra » 29.12.2018 17:35

Hallo Morris,
ich bin derzeit im 4. Zyklus BEACOPP eskaliert und kenne seit Zyklus 2 das mit dem hohen Puls sehr gut (Ruhepuls zwischen 90 und 100 ost echt lästig, vor allem beim Einschlafen ...). Nachdem ich wegen meines Diabetes sowieso genau Tagebuch führen muss, hab ich die Aufzeichnungen sowohl den ÄrztInnen als auch der - sehr kompetenten! - Diabetes-Schwester im Krankenhaus gezeigt - und alle meinten übereinstimmend, das mit dem hohen Puls sei doch der "Kortison-Klassiker". Sei aber kein Grund zur Panik und würde normalerweise nach Ende der Chemo (wenn der Kortison-Spiegel wieder runtergeht) von selbst vergehen. Meinen Aufzeichnungen nach beginnt es so ca. Tag 8/9 und dauert bis Tag 15/16 im Zyklus - blöderweise deckt sich dieser Zeitraum in etwa mit dem Blutwerte-Tief (Tag 6/7 bis ca. 12 nach meinen bisherigen Erfahrungen), wenn ich sowieso nur schlapp auf dem Sofa liege - so wie derzeit (Tag 11 ...).
Vielleicht findest du ja auch heraus, an welchen Tagen es so arg ist - mir persönlich und meiner Umgebung hilft das "Mich-darauf-einstellen können" und Wissen, wann es etwa wieder vorbei sein wird, sehr 8)
Übrigens: an Tagen mit schlechten Blutwerten lassen sie bei uns die Onko-Patienten im Krankenhaus gar nicht in die allgeimeine Ambulanz, sondern setzen alle gewöhnlich sofort in einen Extra-Bereich ... vielleicht kannst du das auch einfordern? :think2:
Alles Gute!
Hodgkin Mischtyp Stadium IIIB; Diagnose September 2018
Diabetes II schon seit etlichen Jahren


6x BEACOPP eskaliert, davon:
Zyklus 1 "volle Eskalation"
Zyklus 2-4 Stufe 3
Zyklus 5 Stufe 2
Zyklus 6 Stufe 1

PET-CT Ende November 2018: mCR - große Erleichterung
PET-CT Ende Februar 2019: alles weg!
Reha geplant März/April 2019

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Re: Hoher Puls, „Pochen“ im Kopf und Berührungsempfindlichkeit

Beitragvon Oliver2507 » 02.01.2019 14:42

Hallo Morris,

ich kann bestätigen, dass der hohe Ruhepuls höchst wahrscheinlich durch den niedrigen HB-Wert kommt. So fing das bei mir auch an. Die nächste Stufe ist dann, dass dir beim Aufstehen schwarz vor Augen wird und du dich nach der kleinsten Anstrengung erst mal hinsetzen musst. Normalerweise wird bei HB-Werten zwischen 7 und 8 g/dl eine Bluttransfusion in Erwägung gezogen. Wenn du im Moment aber im hohen 8.x-Bereich bist, wird man bei dir aber wohl noch etwas damit warten.... aber vielleicht stellst du dich mental schon mal drauf ein. :wink2:

Ich weiß noch, dass ich tierisch Angst vor der Transfusion hatte, weil man ja quasi das Blut von einem fremden Menschen bekommt und - wenn man lange genug googelt - auch irgendwelche Horrorgeschichten findet, wo etwas schief gelaufen ist. ABER: das war absolut unbegründet! Als mein HB-Wert auf 7.1 abgefallen war und ich meine erste Transfusion bekommen hatte (0.5 l), ging es mir danach direkt viel besser und ich hatte Null Nebenwirkungen! Allerdings war der Effekt auf den HB-Wert sehr bescheiden: der stieg lediglich um 0.5 g/dl an (ich hätte eigentlich mehr erwartet).

Mal eine Frage in die Runde: um wie viel ist denn der HB-Wert nach der Transfusion bei euch so gestiegen?

Viele Grüße,
Oliver

P.S.: mein niedrister HB-Wert war übrigens 5.8 g/dl. Du hast also noch Luft nach unten... :wink2:
04.05.2018: Wegen geschwollener Lymphkonten am Hals bei Hausärztin
24.05.2018: Lymphknotenentnahme und Biopsie
10.06.2018: Diagnose: Morbus Hodgkin: Stadium 3a (Mischtyp)

Teilnahme an Studie HD21: Aufnahme in BrECADD-Arm

22.06.2018: 1. Zyklus
13.07.2018: 2. Zyklus

03.08.2018: Zwischen-Staging per PET-CT: keine leuchtenden Stellen mehr auffindbar!! 4 Zyklen reichen!

03.08.2018: 3. Zyklus
24.08.2018: 4. Zyklus
18.09.2018: Abschluss-PET-CT: Alles weg!! :carrot:

05.11.2018: Wiedereinstieg ins Berufsleben


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