Arteriosklerose nach Bestrahlung und Chemo

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Dirk
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Arteriosklerose nach Bestrahlung und Chemo

Beitragvon Dirk » 20.09.2013 02:06

Hallo zusammen,
noch mal was zum Thema "Spätfolgen". Ich bin 1988 am Hodgkin erkrankt. Es folgten Chemo und Bestrahlung. In weniger als einem Jahr folgte ein Rückfall - wieder Chemo. Seit Ende 1990 ist Gott-sei-Dank Ruhe.
Mit gerade mal 47 Jahren hatte ich nun allerdings schon eine Aterienverkalkung in der Halsschlagader, die nun erfolgreich operiert wurde.
Als Grund hierfür nannten mir die Ärzte die Bestrahlung.
Habt Ihr ähnlich Erfahrungen gemacht? Von Seiten der Nachsorge wurde da eigentlich auch nie drauf geachtet. Ich frage mich nartürlich auch, wie es an den übrigen Stellen der Blutgefässe aussieht. Ich bin damals ziemlich großräumig bestrahlt worden. Wißt Ihr, ob die Chemotherapie ebenfalls Arteriosklerose auslöst?

Viele Grüße und alles Gute für Euch!

Dirk

Elisabeth
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Beitragvon Elisabeth » 20.09.2013 20:19

Hallo Dirk,

vielen Dank für die Info. Bei meinen Nachsorgeuntersuchungen wurde da noch nie darauf geachtet. Da werde ich doch glatt mal nachfragen beim nächsten Mal.

Inwieweit Chemos Arteriosklerose verursachen weiß ich nicht und ich hab auf Anhieb auch nichts Eindeutiges im Netz gefunden.

Ansonsten ist es doch toll, dass Du seit 1990 deine Ruhe vor MH hattest. Und alles was man irgendwie reparieren kann geht ja noch, oder? :wink2:

Wie wurde denn die OP an der Halsschlagader gemacht? Hoffentlich mit Narkose? Oder nur mit örtlicher Betäubung. Ich find es immer gruselig, wenn sie an die Schlagader rangehen.

VG
Elisabeth
1993 MH 2A (7. Schwangerschaftsmonat), Bestrahlung (50gy) und Splenektomie
11/2003 Rezidiv 2A, 3X ABVD, HD Cyclophosphamid, vorsorgliche Stammzellsammlung, 2X BEACOPP, Bestrahlung
12/2004-2005 mehrmals Verdacht auf Frührezidiv nach PET
08/2015 alles ok
http://forum.hodgkin-info.de/viewtopic.php?t=778

Dirk
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Beitragvon Dirk » 20.09.2013 20:57

Hallo Elisabeth.
danke für die Antwort.
Die OP an der Halsschlagader lief unter Vollnarkose ab, wird aber wohl auch unter örtlicher Betäubung möglich. Es ist ein Routineeingriff, der etwa eine Stunde dauert. Die betroffene Halsschlagader wird während der OP für eine Zeit abgeklemmt. Das Gehirn bekommt noch genügend Blut durch die anderen Arterien.
Ich werde jetzt drauf drängen, dass der ganze Körper in Bezug auf Artereinverengung durch gecheckt wird.

Gruß

Dirk

thomasz
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Beitragvon thomasz » 21.09.2013 17:30

Mir haben sie gesagt das dieses Risiko besteht, bei 20Gy Bestrahlungsdosis allerdings ziemlich niedrig ist.

Elisabeth
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Beitragvon Elisabeth » 21.09.2013 22:27

naja, ich hatte am Hals 50gy, da wird das Risiko wohl etwas höher sein...
darum ist es wirklich ein guter Hinweis für mich, da mal nachschauen zu lassen :)
1993 MH 2A (7. Schwangerschaftsmonat), Bestrahlung (50gy) und Splenektomie

11/2003 Rezidiv 2A, 3X ABVD, HD Cyclophosphamid, vorsorgliche Stammzellsammlung, 2X BEACOPP, Bestrahlung

12/2004-2005 mehrmals Verdacht auf Frührezidiv nach PET

08/2015 alles ok

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luisl
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Beitragvon luisl » 08.10.2013 14:18

Also, ich hatte keine Bestrahlung, "nur" Chemo. Hatte nie Probleme mit dem Herzen und 1 Jahr nach der Erkrankung wurde eine engstelle bei den Herzkranzgefäßen festgestellt. Ich vermute, dass es sich um eine Chemofolge handelt.

LG Luisl
Diagnose:MH StadiumIIB Mediastinum
Chemobeginn: 11.6.2012 6x Beacopp
12. 10. 2012
PET-Ct am 6.11. Hodgkin hat keinen Stoffwechsel mehr!
danach interstitionelle Pneumonie ausgelöst durch Bleomycin
Reha start in Freiburg am 22. 11.- 20. 12
4.2. 1. NU, in Ordnung!!
Mai: 2.NU prima
9/13 3. NU super!

Nico
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Arteriosklerose nach Bestrahlung

Beitragvon Nico » 01.02.2017 22:32

Hallo Dirk,

bei mir wurde nach 21 Jahren auch zufälig eine Artiosklerose festgestellt an beiden Halsschlagadern. Noch ist es nicht nötig zu operieren aber es könnte mal kommen. Bei Dir ist es ja 5 Jahre her, wie hoch war Deine Stenose damals ? waren beide Halsschlagadern betroffen ? Wurde auch über ein Stent nachgedacht ? Hattest Du danach eine Restenose ? Hast Du Medikamente wie Statine genommen ? Bringen die was ß Ich bekomme Statine bins aber etwas müde davon und habe leichte Muskelschmerzen. Ja fragen über fragen aber es gibt wenige Ärtze bis garkeine die damit wirklich Erfahrung haben, wo hast Du dich diesbzgl. behandeln lassen ?

Danke Dir und Gruß Nico


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