Lyphknoten 2cm Achsel seit einem Jahr

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manu1991
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Lyphknoten 2cm Achsel seit einem Jahr

Beitragvon manu1991 » 27.04.2021 16:19

Hallo,

ich hoffe ihr könnt mir helfen oder einen Ratschlag geben:

Seit März 2020 mache ich mir große Sorgen an MK oder NHK erkrankt zu sein. Ich habe zufällig einen größeren Knoten in meiner linken Achsel ertastet und da ich bereits mit 20 (bin jetzt 31) schonmal wegen Lymphknoten bei mehreren Ärzten war, dachte ich auch diesmal sofort an einen Lymphknoten (damals scheinbar nur ein Infekt).

Mein Hausarzt hat die Sache nicht erstgenommen und selbst im Ultraschall irgendwie nichts erkannt. Bin damals noch wegen Schmerzen im Brustmuskel zum Orthopäden und habe ihm vom Knoten erzählt und er hat mich ins MRT geschickt. Dort habe ich folgendes Ergebnis bekommen:

"unspezifischer, regressiv veränderter, ca. 2 x 1,4 x 0,9 cm großer Lymphknoten mit schmaler Kortikalis und voluminösem fetthaltigem Hilus. Keine suspekte lymphonodale Kontrastmittel-Anreicherung. Weitere bis 2 x 1 cm große regressiv veränderte, fetthaltige Lymphknoten in der Axilla. Keine Malignitätskriterien."

Ich war total baff weil ich von früher wusste, dass alles ab 1 bzw. 1,5 cm schon verdächtig ist, dass die Ärztin mir nur den Befund mit den Worten "komplett harmlos" in die Hand gedrückt hat. Auf die Rückfrage ob ich denn nicht zur Kontrolle vorbeikommen soll hieß es nur "brauchen Sie nicht, ist harmlos".

Es folgten noch einigen Ultraschall-Terminen beim Hausarzt ohne Größenzunahme (aber sie wurden auch nicht kleiner). Da war ich erst einmal beruhigt, weil der Arzt meinte "wenn er nicht wächst, ist es auch nichts schlimmes". Dennoch hat er mich nach dem dritten Kontrolltermin zur Sicherheit zum Hämatologen/Onkologen überwiesen, auch weil er den "voluminösen fetthaltigen Hilus" merkwürdig fand. Hätte er so noch nie gesehen. Der Lymphknoten war eigentlich komplett weiß bis auf den schmalen dunklen Rand.

Beim Onkologen wurde ein Blutbild gemacht, alles super. Im Ultraschall meinte der Arzt der große Lymphknoten wäre zwar vergrößert aber würde nicht verdächtig aussehen. Er sei sich zu 90% sicher dass es nichts schlimmes sei. Wenn ich noch die restlichen 10% sicherheit bräuchte könnte man eine Stanzbiopsie machen, eine Entnahmen fand er übertrieben und nicht notwendig.

Die Stanze fand nichts ("Kein Anhalt für Malignität). Weshalb er angeschwollen ist konnte sie mir auch nicht sagen. Auch der Arzt bei der Stanze fand den Lymphknoten bis auf die Größe nicht auffällig. Meinte ein bösartiger Knoten wäre rund und schwarz, meiner wäre fetthaltig und eher oval.

Jetzt habe ich in paar Wochen einen Kontrolltermin beim Hämatologen, aber ich denke auch hier wird der Arzt nichts weiter unternehmen. Ich frage mich, ob ich nicht auf eine Entnahme bestehen soll? Nach allem was ich lese sollten alle Knoten größer 1,5cm entnommen werden. Außerdem ist der Lymphknoten im Vergleich zu anderen Knoten sehr hart und fühlt sich wie ein kleines Ei in der Achsel an. Wenn man ihn anfässt gibt es meistens leichte stechenden Schmerzen die nach paar Tagen weg sind. Außerdem lese ich immer wieder das nicht die Länge sondern die Breite des Knoten wichtig ist und diese unter 1cm liegen muss. Meiner liegt deutlich drüber.

Es ist mittlerweile ja schon über ein Jahr her dass ich den Knoten gefunden habe, eventuell war er auch schon länger da. Ich habe Angst das wertvolle Zeit verstreicht und die Ärzte mich nur sinnlos hinhalten. Andererseits haben da so viele Ärzte mittlerweile draufgeguckt? Ich weiß nicht wirklich was ich unternehmen soll? Kann ich mich selbstständig irgendwo an ein auf Lymphome speziallisiertes Krankenhaus zur Zweitmeinung einweisen? Was würdet ihr mir raten?


Besten Dank
Manu

manu1991
Beiträge: 3
Registriert: 27.04.2021 15:29

Re: Lyphknoten 2cm Achsel seit einem Jahr

Beitragvon manu1991 » 13.05.2021 17:03

Hat denn keiner einen Rat?

Ich wurde in der Zwischenzeit gegen Corona geimpft (am Arm wo der Knoten sitzt) und der Knoten hat daraufhin paar Tage wehgetan (stechender Schmerz) und ist nun deutlich besser tastbar. Würde ein bösartiger Knoten reagieren oder ist das eher ein Zeichen dass der Lymphknoten normal funktioniert?

ClaudiaE.
Beiträge: 142
Registriert: 12.09.2017 14:19

Re: Lyphknoten 2cm Achsel seit einem Jahr

Beitragvon ClaudiaE. » 13.05.2021 18:54

Hallo Manu,
bei Morbus Hodgkin ist das Wachstum der LK rasant. Es ist also äußerst unwahrscheinlich , dass du an MH erkrankt bist.
Wenn du Sicherheit brauchst dann lass den Lymphknoten entfernen , du bist beruhigt und kannst das Thema abhaken.

VG Claudia
Sohn 19 Jahre

Klassisches Hodgkin Lymphom (NS) 3AS
Studienteilnahme HD 21

März - August 2017 5x Beacopp eskaliert
November 2017 Nachsorge oB.
Februar 2018 Nachsorge oB.
August 2018 Nachsorge oB.
Februar 2019 Nachsorge oB.
August 2019 Nachsorge oB.
Sohn 22Jahre

Klassisches Hodgkin Lymphom (NS) 2A mit Risikofaktoren ( hohe BSG und mediastinaler Bulk)

August- November 2017 2x Beacopp eskaliert 2x ABVD
Dezember 2017 15x Bestrahlung Hals und Mediastinum
April 2018 Nachsorge o.B
Juli 2018 Nachsorge o.B
November 2018 Nachsorge o.B
April 2019 Nachsorge o.B
Oktober 2019 Nachsorge o.B.

manu1991
Beiträge: 3
Registriert: 27.04.2021 15:29

Re: Lyphknoten 2cm Achsel seit einem Jahr

Beitragvon manu1991 » 22.05.2021 23:05

Danke erstmal. Meinen Hausarzt habe ich nochmal auf die Größe der Kurzachse angesprochen. Die soll ja anscheinend ein wichtiger Parameter sein. Er war sich da nicht sicher um meinte je nach dem wie man schallt ist der Lymphknoten 2 x 1,4 cm lang und somit liegt der kurze Durchmesser deutlich drüber über den 1cm die die Grenze darstellen. Oder aber 1,4 x 0,9 cm. Wisst ihr hier mehr.


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