Kurze Frage

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David123
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Re: Kurze Frage

Beitragvon David123 » 11.10.2020 23:20

Und das meine Milz leicht vergrößert ist obwohl sie wohl homogen ist. Macht die Sache auch nicht schöner.

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Re: Kurze Frage

Beitragvon maikom » 12.10.2020 08:56

Hallo,

ich hatte ein falsch positives PET, was mir innerhalb der HD16 dann die Bestrahlung bescherte. Nach der Bestrahlung leuchtete das PET genau an der gleichen Stelle mit den gleichen Werten. Danach wurde sogar noch eine CT gesteuerte Punktion der Stelle vorgenommen, die keinen Nachweis von Hodgkin brachte. Das ganze ist jetzt 7 Jahre her.

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Re: Kurze Frage

Beitragvon maikom » 12.10.2020 08:59

Schmetterling hat geschrieben:Ein hodgkin ist eine schnellwachsende Krebsart und bleibt nicht an einer Stelle, wie z.b. ein Magenkrebs(abgesehen von Metastasen natürlich),sondern breitet sich über das lymphsysten im ganzen Körper aus.
Nach 15 Monaten würde vermutlich der ganze Körper leuchten, weil Krebszellen sich ja mit dem radioaktivem Zucker anreichern
Hoffe so ist das verständlich


Das schnellwachsend würde ich unter Vorsicht verwenden, es gibt auch eine Reihe von Non-Hodgkin-Lymphomen, mit indolenten also langsam wachsenden Verlauf.

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Re: Kurze Frage

Beitragvon maikom » 12.10.2020 09:01

David123 hat geschrieben:Ja ok, danke nochmals fürs antworten. Warum wird eigentlich vor einer lymphknoten Entnahme nicht erst ein PET CT gemacht? Dann könnte man sich unnötige Operationen sparen.


Weil das PET-CT dir nicht die Antwort liefert, ob du ein Lymphom hast. Das kann tatsächlich nur die pathologische Untersuchung des Lymphom-Gewebes bringen. Das PET-CT miss die Verstoffwechselung von radioaktiven Zucker, was Krebs sein kann, aber auch diffus andere Sachen.
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Re: Kurze Frage

Beitragvon David123 » 12.10.2020 11:06

Hi Maik,

Danke für deine Antwort. Ist es dann auch so das langsam wachsende Lymphome im PET leuchten? Bei mir haben sie ja keine aktivitätsgesteigerten Lymphknoten gefunden. Was sagst du zu meinen Arztverlauf, ich hatte ja schon insgesamt drei Lymphknoten entfernt bekommen mit jeweils dem Ergebnis chronische Lymphadenopathie. Kann es trotzdem noch ein Lymphom sein bzw etwas bösartiges sein? Meine Blutwerte und PET waren bzw sind ja ok, außer die leicht vergrößerte Milz. Was natürlich auch komisch ist.


Gruß David

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Re: Kurze Frage

Beitragvon maikom » 12.10.2020 15:30

Hallo,

wenn drei Knoten befundlos waren, würde ich es für den Moment dabei belassen, natürlich hat man das Vertrauen in den Körper verloren, aber mehr wie eine Gewebeprobe geht nicht. Bei einem PetCT hätte man auch größere Knoten schon gesehen, Hals, Achseln, Leiste kann man eigentlich selbst gut tasten, wenn dort nichts weiter ist, was besorgniserregend groß ist, dann freu dich bitte....alles andere will man so eigentlich nicht haben.

Achte weiter auf deinen Körper, gerade was Symptome wie Alkoholschmerz, Nachtschweiß, unerklärliches Fieber oder starker Gewichtsverlust betrifft, ansonsten genieße das Leben.

Maik
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Re: Kurze Frage

Beitragvon David123 » 13.10.2020 11:58

Hey zusammen,

Ja da hast du recht Maik, man verliert wirklich so ein bisschen das Vertrauen in seinen Körper. Zu mal ich bis heute kein Ergebnis habe was meine Beschwerden erklärt. Wieviel lymphknoten wurden die entnommen bzw. wurde gleich bei der ersten Entnahme der Hodgkin festgestellt? Waren deine lymphknoten sehr groß? Das Problem bei mir ist auch, dass ich schon zwei OP‘s am Hals hatte und keine Lust habe mich nochmals operieren zu lassen. Was aber wieder notwendig werden würde wenn meine Lymphis wieder von heute auf morgen 3 cm groß werden. Was jetzt leider schon zwei mal so war.


Gruß David

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Re: Kurze Frage

Beitragvon maikom » 14.10.2020 16:31

Hallo David,

meine Erkrankung lief in etwa so: Zufällig am Hals einen Knoten getastet, sonst keine Symptome, Hausarzt hat den Knoten im Ultraschall angeguckt und zum Onkologen überwiesen, der Knoten wurde entnommen. Die Probe war eindeutig: Hodgkin Lymphom. PetCT - noch einen großen Knoten an der Lunge gefunden.

So ist auch eigentlich der Standard bei vielen. Meiner am Hals war glaube ich 3x5 und der im Brustkorb 9x7 cm, genau müsste ich jetzt aber in den Befund schauen, ist schon einige Jahre her.

Wenn Lymphis an einer Stelle immer wieder anspringen, kann es sein, das dein Immunsystem einfach viel zu tun hat, gerade am Hals ist ja ständig was los, weil wir viele Bakterien und Keim einatmen und vielen auch von den Zähnen vielleicht kommen kann. Die Ursache sollte man schon nach gehen, also einmal von HNO bis Zahnarzt alles durch....ansonsten ist das Immunsystem auch immer wieder ein Stress-Sensor.

Maik
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Re: Kurze Frage

Beitragvon David123 » 15.10.2020 10:18

Guten Morgen Maik,

Ja da hast du wahrscheinlich recht das die wenigstens mit Hodgkin wirklich starke Symptome haben. Ich habe auch keinen Nachtschweiß bzw Gewichtsverlust oder Fieber. Meine Symptome sind eher Abgeschlagenheit, hautveränderungen und neurologische Symptome. Kopfschmerzen, dicke rote Augen, Tinnitus, was natürlich sehr beeinträchtigend ist. Meinst du das wenn es Hodgkin ist, die Lymphknoten in 15 Monaten deutlich größer geworden wären? Mittlerweile ist es mir sogar schon unangenehm zum Arzt zu fahren, weil ich schon relativ viele Untersuchungen hinter mir habe. Aber abwarten wenn man selber merkt das etwas nicht stimmt, ist glaube ich auch der falsche Weg.

Mit freundlichen Grüßen David

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Re: Kurze Frage

Beitragvon maikom » 15.10.2020 12:53

Hallo David,

die beschriebenen Symptome können auch psychosomatischer Natur sein, hast du mal in die Richtig dich untersuchen lassen, das du eventuell beruflich, beziehungsmäßig oder aus sonstigen Gründen überlastet bist. Das ist meist dann die logische Konsequenz, wenn die Mediziner nichts körperlich finden, sollte man mal auf die Seele schauen. Man ahnt gar nicht was die Psyche alles für Symptome auslösen kann, auch davon kann ich endlose Geschichten erzählen.

Maik
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Re: Kurze Frage

Beitragvon David123 » 16.10.2020 19:17

Hi Maik,

Ja psychosomatisch hab ich auch schon drüber nachgedacht, ob es was bringen würde. Dafür stehen bei mir glaube ich jedenfalls zu viele Ungereimtheiten im Raum. Die lymphknoten und die leicht vergrößerte Milz machen mir einfach sorgen. Wie war es bei dir, war deine Milz auch vergrößert? Wächst ein Hodgkin schnell bzw. wären in 15 Monaten meine lymphknoten bedeutend größer als 1,7 cm oder kann man sowas nicht pauschalisieren?

Gruß

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Re: Kurze Frage

Beitragvon maikom » 16.10.2020 19:50

Meine Diagnose war relatives frühes Stadium (2A), da gab es noch keine Auswirkungen in der Milz zu sehen. Wie schnell oder langsam ein Lymphom wächst, hängt stark von deinem Immunsystem ab, weil es ja immer noch alle Möglichkeiten hat, die entarteten Zellen zu erkennen und zu eliminieren, deshalb kann man es nicht pauschalisieren, zumal es ja auch indolente bzw. langsam wachsende Lymphome gibt.
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Re: Kurze Frage

Beitragvon David123 » 21.10.2020 07:03

Guten Morgen,

Danke nochmals für deine Antwort Maik. Langsam wachsende Lymphome machen glaube ich auch erst in fortgeschrittenen Stadien Symptome. Würde glaube ich zu meiner Geschichte bzw Krankheitsverlauf nicht wirklich passen, hab bis heute nur vergrößerte Lymphknoten am Hals, jedenfalls wurden im PET nur meine gering vergrößerten Lymphknoten am Hals beschrieben. Denke das man andere wohl im PET gesehen hätte. Du hattest ja auch schon einen relativ großen Tumor im brustbereich ohne Symptome, dass ist eben das komische bei mir. Habe relativ kleine Lymphis im Halsbereich und bin Abgeschlagen und habe Hautveränderungen und noch andere Symptome. Hätte langsam gerne einfach eine Antwort was meine Symptome erklärt. Heißt es das ein bzw mein Immunsystem immer noch in der Lage ist selbst wenn ein Krebs ausgebrochen ist ihn noch selbst zu vernichten?

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Kurze Frage

Beitragvon maikom » 23.10.2020 09:38

Das hat das Immunsystem immer, das Immunsystem hat eigentlich alle Mittel entartete Zellen zu erkennen und zu beheben. Das Immunsystem wird dabei beeinflusst von äußeren Faktoren wie Strahlung, Gifte, Stress etc. Es kriegt ja auch nicht jeder Raucher Lungenkrebs, was jetzt nicht heisst das jeder Raucher eine top Lunge hat.

Der Körper produziert ständig defekte Zellen, die vom Immunsystem erkannt werden. Erst wenn dieser Mechanismus aus der Wage gerät, weil das Immunsystem bspw. überlastet ist, dann entsteht der Krebs und da der meiste Krebs eine hohe Teilungsrate hat, schafft das Immunsystem das nicht mehr abzubauen.

Halte es alles unter Beobachtung, aber wie schon mal geschrieben, sieht das ganze auch etwas psychosomatisch aus, gerade das Thema Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Erschöpfung sind jetzt auch Symptome die in diese Richtung zeigen könnten.
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Re: Kurze Frage

Beitragvon David123 » Heute 10:54

Hi Maik,

Ja werde es versuchen unter Beobachtung zu halten. Ist bei mir natürlich bisschen doof das ich relativ viele
Symptome habe, was die Sache natürlich nicht einfacher macht abzuwarten. Wurden deine Lymphknoten noch ins Referenzlabor geschickt bzw wie lange hat die Histologie bei dir gedauert?

Mit freundlichen Grüßen


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