Entwarnung oder doch nicht?

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Janala
Beiträge: 2
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Entwarnung oder doch nicht?

Beitragvon Janala » 03.02.2020 16:29

Hallöchen, mein Name ist Jana und bin 21 Jahre alt.
Langsam bin ich echt am verzweifeln, vielleicht könnt ihr mir eine Einschätzung geben...

Vorn1 1/2 jahren hab ich zum ersten mal ein Lymphknoten unter meinem Kieferknochen ertastet. Doch hab mir da nicht weiter sorgen darum gemacht. Erst als ich wegen einer anderen Geschichte beim HNO war habe ich ihn mal angesprochen.
Nur vom reinen Tastbefund meinte dieser Arzt er sei etwa 1,3 cm groß und ich soll mir nicht weiter sorgen machen er sei unauffällig. Für mich war das oke, dachte Lymphknoten seien ja etwas normales.
Ich hab mir dann auch keine Sorgen gemacht. Bis dann 1 Jahr später der Lymphknoten durch eine sichtbare Beule von außen sich wieder bemerkbar machte..
Das hat mich dann irgendwann gestört weshalb ich zum Arzt bin.
Der Arzt stellte ein 2cm Lymphknoten fest und eine vergrößerte milz und Leber. Mein Blutbild war bis auf eine vergangene Ebv infektion unauffällig.
Dennoch schickte er mich zum Onkologie. Dieser fakelte nicht lange und 3 Tage später war das Ding draußen.

Soweit so gut.
Aber jetzt kommt der Hammer an dem ich fast verzweifel.

Auch der Befund war super und ich war so erleichtert.
Doch nach der ersten Erleichterung kamen direkt Zweifel auf. Sie sagten gleich nach der OP sie haben einen kleinen lymphi raus gemacht mit etwa 1,3 cm was schon komisch war..
Nachdem meine Narbe etwas verheilt war spürte ich was war.. Es fühlt sich noch genau gleich an wie davor.. :banghead: meine Vermutung und die vom Onkologe ist, dass es wohl zwei waren sie aber nur den oberen raus geschnitten haben.

Jetzt ein halbes Jahr nach der Entnahme war ich zur Kontrolle wieder beim Arzt und der sagt mir, dass er wieder auf 1,9cm gewachsen sei..
In 8 Tagen gehe ich also wieder zum Onkologe..

Kann das sein, dass der benachbarte Lymphknoten den man raus genommen hatte nichts hat aber der darunter schon?
Oder bin ich sozusagen außer Gefahr?

Sorry für den langen Text könnte noch so viel mehr schreiben...
Ganz liebe Grüße
Jana

ClaudiaE.
Beiträge: 123
Registriert: 12.09.2017 14:19

Re: Entwarnung oder doch nicht?

Beitragvon ClaudiaE. » 04.02.2020 10:27

Hallo Jana,
bei meinen beiden Söhnen sind innerhalb kurzer Zeit die Lymphknoten sehr schnell gewachsen. Bei meinen jüngeren Sohn war es ein richtiges Lymphknoten Paket welcher gefühlt wie ein großer Tumor war. Er hatte ein fortgeschrittenes Stadium da die Milz auch befallen war. Ansonsten ging es ihm super ( keine Blutbildveränderung/ kein Juckreiz/ kein Unwohlsein) . Wir haben den Tumor durch Zufall entdeckt da er unter dem Schlüsselbein lag.

Bei meinen zweiten Sohn war der Verlauf ganz anders. Mit Reizhusten fing es an und starken Juckreiz am Körper . Erst dann sind wir aufmerksam geworden und haben auch ein großes Lymphknoten Paket am Hals entdeckt. ( Blutwerte waren nicht im Normbereich)
Es kann sein dass das Gewebe bei dem entnommenen Lymphknoten zu wenig war .Muss aber nicht.Was ich damit sagen will ist dass man keine Entwarnung geben kann aber auch nicht dass es Hodgkin ist .

Wichtig ist dass es abgeklärt wird!

Ich wünsche dir alles Gute .Claudia
Sohn 19 Jahre

Klassisches Hodgkin Lymphom (NS) 3AS
Studienteilnahme HD 21

März - August 2017 5x Beacopp eskaliert
November 2017 Nachsorge oB.
Februar 2018 Nachsorge oB.
August 2018 Nachsorge oB.
Februar 2019 Nachsorge oB.
August 2019 Nachsorge oB.
Sohn 22Jahre

Klassisches Hodgkin Lymphom (NS) 2A mit Risikofaktoren ( hohe BSG und mediastinaler Bulk)

August- November 2017 2x Beacopp eskaliert 2x ABVD
Dezember 2017 15x Bestrahlung Hals und Mediastinum
April 2018 Nachsorge o.B
Juli 2018 Nachsorge o.B
November 2018 Nachsorge o.B
April 2019 Nachsorge o.B
Oktober 2019 Nachsorge o.B.

Jules0905
Beiträge: 397
Registriert: 19.12.2016 13:05

Re: Entwarnung oder doch nicht?

Beitragvon Jules0905 » 05.02.2020 14:49

Hey Jana,

bei mir war es eigentlich genau so. Mir wurde im März ein LK entnommen der dem Chirurgen einfach so vor das Messer kam, er war nicht groß vergrößert und auch nicht befallen. Der größere LK war nach der OP ebenfalls noch da. Ein halbes Jahr später habe ich auf eine weitere Entnahme bestanden und dort wurde dann auch der vergrößerte LK entnommen und Hodgkin festgestellt. Also ja, es kann durchaus sein, dass der eine befallen ist und der andere nicht oder nur sehr gering. Hodgkin ist nicht so ganz einfach festzustellen, dass muss schon ein Labor machen die sich damit auskennen.
Bspw. hat die Pathologie hier in Hamm auch beim zweiten LK keinen Befall festgestellt, das Referenzlabor hat es allerdings widerlegt.

Ich drücke dir die Daumen, dass es nichts ist!!

LG

Julia
Stadium II b mit RF ED -> 6 x BEACOPP esk.
1. Zyklus: 25.10.2016 - 02.11.2016
2. Zyklus: 15.11.2016 - 22.11.2016
3. Zyklus: 06.12.2016 - 13.12.2016
4. Zyklus: 27.12.2016 - 03.01.2016
5. Zyklus: 17.01.2017 - 24.01.2017
6. Zyklus: 07.02.2017 - 14.02.2017
10.03.2017: PET-CT->erste Befundbesprechung: keine leuchtenden Krebszellen gefunden :carrot:

Begutachtung der Befunde durch die Studienzentrale in Köln->Remission :0010:
AHB in Bad Oexen

1. - 10. NU geschafft :0010: :b020: :10: :b020: :)
->alles i.O.

17.03.19 Geburt unserer Tochter :wub:

https://www.krebshilfe.de/informieren/u ... eschichte/

Janala
Beiträge: 2
Registriert: 03.02.2020 16:13

Re: Entwarnung oder doch nicht?

Beitragvon Janala » 05.02.2020 15:24

Vielen lieben Dank schonmal für eure Antworten!
Es macht mich wahnsinnih weil ich gefühlt nichts machen kann außer warten...

Liebe Julia, danke für dein Erfahrungsbericht..
Darf ich fragen wie groß damals dein befallener Lymphknoten war bzw hattest du noch sonstige Symptome weshalb du auf die zweite op bestanden hast?
Weil mein Hausarzt meinte zu mir, dass ich mir keine Sorgen machen soll, weil sonst der andere Lymphknoten auch Krebs Zellen gehabt hätte..

Aber jetzt wo ich dein Bericht so höre und der Lymphknoten wächst und es mir echt nicht so gut geht zweifel ich wirklich daran..

Es tut echt gut hier mal ein bisschen meine Sorgen los zu werden
Grüße Jana


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